Wasser entlastet den Körper und schont die Gelenke, weshalb Schwimmen für viele in der Schwangerschaft angenehm ist. Erfahren Sie mehr über Vorteile, sichere Ausübung und Hygiene im Schwimmbad.
Wenn der Bauch wächst und die Gelenke ermüden, ist der Gang ins Wasser für viele eine große Erleichterung. Schwimmen und Wassergymnastik gehören in der Schwangerschaft meist zu den sanftesten empfohlenen Aktivitäten.
Die Vorteile des Wassers
- Der Auftrieb des Wassers verringert das Körpergewicht und entlastet Rücken, Hüften und Knie.
- Es beansprucht den ganzen Körper und stärkt die Herz-Lungen-Ausdauer.
- Es kann bei Schwellungen und einem Schweregefühl in den Beinen helfen.
- Das Risiko für Stürze und Überlastung ist gering, auch bei unsicherem Gleichgewicht.
- Die Kühle des Wassers kann einen zu starken Anstieg der Körpertemperatur verhindern.
- Es entspannt und unterstützt Schlaf und Stimmung.
Welche Bewegungen passen?
Rückenschwimmen, Brustschwimmen oder Kraulen sind in Ordnung, solange es sich angenehm anfühlt. Beim Brustschwimmen den Nacken nicht zu weit überstrecken; legen Sie bei Bedarf den Kopf ins Wasser und behalten Sie einen Atemrhythmus bei.
Weitere Bewegungen im Becken:
- Gehen im Wasser (brusttief)
- Beinschwünge und Seitschritte
- Unterstützte Kniebeugen am Beckenrand
- Armarbeit gegen den Wasserwiderstand
- Aquakurse speziell für Schwangere
Für das Tempo reicht der Sprechtest: Können Sie sprechen, aber nicht singen, passt es.
Worauf Sie achten sollten
- Beckenränder und Böden können rutschig sein; gehen Sie langsam und tragen Sie rutschfeste Badeschuhe.
- Setzen Sie beim Hinausgehen und auf Treppen sichere, gestützte Schritte.
- Springen, Tauchen und abrupte Richtungswechsel werden in der Schwangerschaft in der Regel nicht empfohlen.
- Sehr heißes Wasser, Whirlpools und Saunen werden in der Schwangerschaft meist nicht empfohlen, da sie die Körpertemperatur zu stark erhöhen können.
- Trinken Sie vor und nach dem Schwimmen; auch im Wasser kann man Durst bekommen.
Hygiene im Schwimmbad
Gechlorte Becken können die meisten in der Schwangerschaft nutzen. Ein paar einfache Maßnahmen schaffen Sicherheit:
- Wählen Sie ein gepflegtes, regelmäßig gereinigtes und nicht überfülltes Bad.
- Duschen Sie vor dem Schwimmen und danach noch einmal.
- Wechseln Sie die Badekleidung gleich nach dem Schwimmen; bleiben Sie nicht lange in nasser Kleidung.
- Husten oder Reizungen an Augen und Nase in Hallenbädern mit starkem Chlorgeruch? Wählen Sie ein gut belüftetes Bad.
- Bei Ausfluss, Juckreiz oder Brennen im Intimbereich sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
- Bei Wunden oder einer Hautinfektion bleiben Sie dem Becken fern, bis sie verheilt sind.
Achten Sie beim Schwimmen in Seen und im Meer auf Wasserqualität und Strömung; wählen Sie einen sicheren, beaufsichtigten Bereich.
Was Sie tun können
- Beginnen Sie mit 20–30 Minuten, 2–3 Mal pro Woche.
- Wärmen Sie sich mit 5 Minuten langsamem Gehen im Wasser auf.
- Schwimmen Sie nicht allein; lassen Sie jemanden in der Nähe sein.
- Frieren oder ermüden Sie, verkürzen Sie die Einheit.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
Verlassen Sie das Wasser und wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt bei:
- Vaginalen Blutungen oder Flüssigkeitsabgang
- Regelmäßigen, schmerzhaften Kontraktionen
- Schwindel, Atemnot oder Brustschmerzen
- Schmerzen, Rötung oder Schwellung in der Wade
- Deutlich weniger Kindsbewegungen
- Ausfluss, Brennen oder Fieber, die sich nach dem Schwimmbad verschlimmern
Bei Brustschmerzen, Ohnmacht oder starker Blutung rufen Sie den Notruf 112. Dieser Text dient der Information; für Ihre persönliche Situation gilt immer der Rat Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes.
Quellen
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Im Notfall wählen Sie den Notruf.
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