Zum Inhalt springen
Baby kommt

Wadenkrämpfe und Beinschmerzen: Krampfadern und Warnzeichen für Thrombose

Belirtiler 3 Min. Lesezeit Aktualisiert:

Nächtliche Wadenkrämpfe und schwere, müde Beine sind in der Schwangerschaft häufig. Dieser Artikel erklärt Linderung, Wissenswertes zu Krampfadern und Anzeichen, die auf ein Blutgerinnsel hinweisen können.

Eine Wade, die sich plötzlich verkrampft und Sie aus dem Schlaf reißt, gehört zu den am häufigsten beschriebenen Erfahrungen in der Schwangerschaft. Krämpfe sind lästig, aber meist harmlos. Dieser Artikel hilft Ihnen, übliche Krämpfe und Beinschmerzen von Anzeichen zu unterscheiden, die Beachtung brauchen.

Warum entstehen Krämpfe?

Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Der Druck der wachsenden Gebärmutter auf Beingefäße und Nerven, zusätzliches Gewicht, Muskelermüdung, der Flüssigkeitshaushalt und der Spiegel bestimmter Mineralstoffe können eine Rolle spielen. Meist treten sie ab dem zweiten Trimester nachts in Wade und Fuß auf und dauern wenige Sekunden bis einige Minuten.

Was tun, wenn ein Krampf kommt?

  • Fuß anziehen: Ziehen Sie Zehen und Fuß sanft zum Knie hin und halten Sie das Bein gestreckt.
  • Aufstehen und auftreten: Aufzustehen und den Fuß auf einen kühlen Boden zu drücken hilft manchen.
  • Massieren: Reiben Sie die Wade sanft.
  • Wärme: Eine warme Auflage oder warme Dusche entspannt den Muskel.
  • Nach einem Krampf kann das Bein etwas empfindlich bleiben; das ist üblich.

Was Krämpfe verringern kann

  • Gehen Sie tagsüber spazieren und bleiben Sie nicht lange in einer Position.
  • Dehnen Sie vor dem Schlafen Waden und Knöchel.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen; Milchprodukte, grünes Blattgemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte sind Mineralstoffquellen.
  • Tragen Sie bequeme, stützende Schuhe und meiden Sie hohe Absätze.
  • Lassen Sie die Beine im Bett entspannt liegen; nach unten gestreckte Zehen können Krämpfe leichter auslösen.
  • Fragen Sie vor der Einnahme eines Mineralstoffpräparats (z. B. Magnesium) Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Schwere, müde Beine und Krampfadern

Die Beinvenen können sich in der Schwangerschaft weiten. Hormone entspannen die Gefäßwände und der Druck der Gebärmutter erschwert den Rückfluss. Dadurch können Schweregefühl, leichte Schwellungen und manchmal sichtbare bläuliche Venen (Krampfadern) entstehen. Sie sind unangenehm, aber meist an sich nicht gefährlich und bessern sich nach der Geburt oft.

  • Legen Sie die Beine mehrmals täglich über Herzhöhe hoch.
  • Schlagen Sie die Beine nicht übereinander.
  • Mit Zustimmung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes können Sie Stützstrümpfe tragen; sie lassen sich leichter vor dem Aufstehen anziehen.
  • Gehen und Knöchelbewegungen unterstützen die Durchblutung.
  • Duschen Sie lieber kühl, statt heiß zu baden oder in die Sauna zu gehen.

Anzeichen eines Blutgerinnsels kennen

Das Risiko für ein Blutgerinnsel steigt in der Schwangerschaft leicht an. Es ist selten, aber die Anzeichen zu kennen ist wichtig. Meist entsteht es in einem Bein.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

  • Wenn ein Bein (besonders die Wade) geschwollen, deutlich schmerzhaft, druckempfindlich, gerötet oder überwärmt ist
  • Wenn der Schmerz beim Gehen oder beim Beugen des Knöchels zunimmt
  • Wenn ein deutlicher Unterschied zwischen beiden Beinen entstanden ist
  • Wenn eine Krampfader schmerzt, hart, rot oder heiß ist
  • Wenn Krämpfe sehr häufig und stark sind und den Schlaf deutlich stören
  • Bei Schwäche oder Taubheit im Bein
  • Bei plötzlicher Atemnot, Brustschmerzen, Bluthusten oder Herzrasen rufen Sie die 112 an oder fahren Sie zur nächsten Notaufnahme

Was Sie tun können

Eine kurze Wadendehnung in der Abendroutine, Ausruhen der Beine tagsüber und Wassertrinken hilft den meisten. Sie könnten auch bequeme, stützende Hausschuhe und Socken auf die Checkliste für die Kliniktasche setzen.

Dieser Artikel dient der Information; für Ihre persönliche Situation gilt immer der Rat Ihrer Ärztin, Ihres Arztes oder Ihrer Hebamme.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Im Notfall wählen Sie den Notruf.

Ähnliche Artikel