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Baby kommt

Hautpflege in der Schwangerschaft: So lesen Sie die Inhaltsstoffliste

Güvenlik 4 Min. Lesezeit Aktualisiert:

Retinol, starke Säuren, Aknepflege, Sonnenschutz und Selbstbräuner: worauf Sie in der Schwangerschaft achten, wie Sie Inhaltsstofflisten lesen und wann Sie nachfragen sollten.

Vor dem Badezimmerregal zu stehen und sich zu fragen „Was davon ist noch unbedenklich?“, ist in der Schwangerschaft sehr häufig. Die Haut verändert sich: Manche strahlen, andere bekommen Pickel, dunkle Flecken oder trockene Haut. Sie müssen nicht auf jedes Produkt verzichten, aber der Blick auf die Inhaltsstoffe gibt Sicherheit.

Der allgemeine Rahmen

Die Menge eines Pflegeprodukts, die ins Blut gelangt, ist meist gering. Trotzdem gilt bei einigen Inhaltsstoffen Vorsicht, weil für viele die Datenlage in der Schwangerschaft begrenzt ist. Eine einfache Regel: Produkte mit kurzer, einfacher Inhaltsstoffliste sind oft die leichtere Wahl. Bei Unsicherheit fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in der Apotheke nach.

Retinol und Verwandte

Retinol, Retinal und ähnliche Vitamin-A-Abkömmlinge stecken oft in Anti-Aging- und Aknecremes. In der Schwangerschaft wird meist davon abgeraten. Achten Sie in der Liste auf Begriffe wie „Retinol“, „Retinyl“, „Retinal“, „Retinoic“. Planen Sie eine Schwangerschaft oder haben Sie sie gerade entdeckt, genügt es, das Produkt abzusetzen und Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt Bescheid zu sagen; Panik ist nicht nötig. Auch der Ratgeber-Artikel über Haarfarbe und Schönheitspflege ist interessant.

Säuren und Aknepflege

  • Salicylsäure: Bei hochkonzentrierten Peelings und Tabletten wird zur Vorsicht geraten; fragen Sie nach niedrig dosierten Reinigungsprodukten.
  • Glykol- und Milchsäure: Niedrig dosierte Produkte gelten meist als vertretbar; starke chemische Peelings lassen sich verschieben.
  • Azelainsäure, Niacinamid: Werden oft zu den häufig gewählten Optionen in der Schwangerschaft gezählt; besprechen Sie Ihre Situation dennoch mit Ihrem Arzt.
  • Benzoylperoxid: Für die äußerliche Anwendung halten die meisten Quellen eine kurze, niedrig dosierte Anwendung für vertretbar.
  • Pickel nicht ausdrücken, das Gesicht zweimal täglich sanft waschen und eine ölfreie Feuchtigkeitspflege nutzen hilft immer.

Sonnenschutz: das wertvollste Produkt

Die Haut reagiert in der Schwangerschaft oft empfindlicher auf Sonne, und im Gesicht können braune Flecken (Melasma) auftreten. Ein Breitband-Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor hilft, Flecken zu mindern und die Haut zu schützen. Mineralische Filter (Zinkoxid, Titandioxid) werden in der Schwangerschaft häufig gewählt. Zum Sonnenschutz am Meer und im Schwimmbad lesen Sie den Ratgeber-Artikel über Meer, Pool und Sonne.

Selbstbräuner und anderes

Selbstbräunungscremes wirken nach allgemeiner Auffassung an der Hautoberfläche; bei Sprays ist jedoch das Einatmen ein Thema, nutzen Sie sie daher in gut belüfteten Räumen und mit Maske. Feuchtigkeitscremes und Öle gegen Dehnungsstreifen sind unbedenklich, auch wenn man nicht sagen kann, dass sie Streifen vollständig verhindern. Sind Sie geruchsempfindlich, können Sie parfümierte Produkte und ätherische Öle reduzieren.

6 Schritte zum Lesen der Inhaltsstoffliste

  1. Suchen Sie auf der Rückseite den Abschnitt „Ingredients“; die ersten Stoffe sind am höchsten dosiert.
  2. Prüfen Sie auf Retinol-Abkömmlinge und starke Säuren.
  3. „Natürlich“ oder „Bio“ heißt nicht automatisch sicher; achten Sie auf ätherische Öle.
  4. Testen Sie neue Produkte 24 Stunden vorher an einer kleinen Stelle.
  5. Starten Sie nicht viele neue Produkte gleichzeitig; sonst ist die Ursache einer Reaktion schwer zu finden.
  6. Im Zweifel weglassen und Arzt oder Apotheke fragen.

Hautveränderungen und Ihre Routine

Durch die Hormone kann die Haut fettiger oder trockener werden, und an Bauch, Brust und Hüften können Dehnungsstreifen auftreten. Oft genügt eine einfache Routine: ein sanfter Reiniger, eine Feuchtigkeitspflege und morgens Sonnenschutz. Reichlich Körperlotion lindert Juckreiz. Wer vor dem Neukauf die Inhaltsstofflisten der vorhandenen Produkte prüft, spart zudem unnötige Ausgaben. Bei Zweifeln an einem Produkt ist die Nachfrage in der Apotheke ein schneller, kostenloser Weg.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

  • Plötzlicher, ausgedehnter Juckreiz, besonders an Handflächen und Fußsohlen
  • Schwellung, Atemnot oder ausgedehnter Ausschlag nach einem Produkt
  • Starke, zystische, schmerzhafte Akne
  • Muttermale, die schnell wachsen oder Farbe oder Form ändern
  • Wenn Sie die Inhaltsstoffe eines verwendeten Produkts nicht einschätzen können

Bei Zeichen einer schweren Allergie wie Atemnot oder Gesichtsschwellung wählen Sie 112 bzw. die örtliche Notrufnummer.

Häufige Fragen

Was kann ich gegen Pickel tun? Hormone können Akne verstärken. Sanfte Reinigung, eine ölfreie Pflege und von Ihrem Arzt gebilligte Produkte reichen meist aus.

Darf ich Gesichtsmasken verwenden? Ton-, Hafer- oder Feuchtigkeitsmasken sind meist unproblematisch; meiden Sie Peeling-Masken mit starken Säuren.

Dieser Text dient der Information; bei Fragen zu Ihren Produkten antwortet Ihnen Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder Ihre Apotheke am besten.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Im Notfall wählen Sie den Notruf.

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