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Baby kommt

Folsäure und wichtige Vitamine und Mineralstoffe in der Schwangerschaft

Beslenme 4 Min. Lesezeit Aktualisiert:

Folsäure, Vitamin D, Eisen, Kalzium und Jod gehören zu den wichtigsten Nährstoffen der Schwangerschaft. Hier lesen Sie, warum, in welchen Lebensmitteln sie stecken und mit wem Sie über Präparate sprechen.

In der Schwangerschaft braucht Ihr Körper mehr von bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen. Eine ausgewogene Ernährung deckt vieles ab, bei manchen Nährstoffen empfiehlt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt aber ein Präparat. Dies ist keine Dosierungsliste, sondern ein ruhiger Überblick darüber, warum welcher Nährstoff wichtig ist.

Folsäure: Warum spricht man so früh darüber?

Folsäure (die Präparatform von Vitamin B9) unterstützt in den ersten Wochen die Entwicklung des Nervensystems Ihres Babys. Deshalb empfehlen Gesundheitsorganisationen Folsäure in der Regel bei Kinderwunsch und in der frühen Schwangerschaft.

Wenn Sie nicht schon vor der Empfängnis begonnen haben, sorgen Sie sich nicht; es genügt, sobald Sie es bemerken mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen. Die passende Menge legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; bei einer früheren Schwangerschaft mit Neuralrohrdefekt, bei Diabetes oder der Einnahme bestimmter Medikamente kann ein anderer Plan nötig sein.

In Lebensmitteln kommt sie als Folat vor: Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Orangen und andere Zitrusfrüchte sowie angereicherte Getreideprodukte.

Vitamin D

Vitamin D hilft bei der Aufnahme von Kalzium und ist wichtig für Knochen und Zähne Ihres Babys. Es wird mit Sonnenlicht in der Haut gebildet, doch Wohnort, Jahreszeit, Kleidung und Hautton können das beeinflussen. In Lebensmitteln ist es begrenzt enthalten: fetter Fisch, Eigelb und angereicherte Produkte.

Ob Sie ein Präparat brauchen und in welcher Menge, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt; eventuell wird der Blutwert geprüft.

Eisen

Da das Blutvolumen in der Schwangerschaft steigt, erhöht sich der Eisenbedarf. Rotes Fleisch, Geflügel, Hülsenfrüchte und dunkelgrünes Blattgemüse sind gute Quellen. Eisenmangel und Blutarmut haben einen eigenen Artikel; wichtig ist hier: Eisenpräparate sollten auf Grundlage von Blutwerten unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Kalzium

Kalzium wird für Knochen und Zähne Ihres Babys gebraucht. Es steckt in Joghurt, Milch, Käse, Fischkonserven mit Gräten, Sesam, Mandeln und dunkelgrünem Gemüse. Nehmen Sie zu wenig auf, kann Ihr Körper auf eigene Knochenreserven zurückgreifen; auf die Ernährung zu achten ist also auch für Sie wichtig.

Jod

Jod ist an der Bildung der Schilddrüsenhormone beteiligt und wichtig für die Gehirnentwicklung Ihres Babys. Milchprodukte, Fisch und jodiertes Salz sind wichtige Quellen. Jodiertes Salz in Maßen reicht vielen Menschen aus; bei einer Schilddrüsenerkrankung fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt nach Präparaten.

Allgemeine Hinweise zu Präparaten

  • Präparate ersetzen keine ausgewogene Ernährung, sondern ergänzen sie.
  • Besprechen Sie bei der Wahl eines Schwangerschaftspräparats lieber die Inhaltsstoffe als die Marke.
  • Hohe Mengen Vitamin A können in der Schwangerschaft ungeeignet sein; nehmen Sie deshalb nicht auf eigene Faust Multivitamine oder pflanzliche Mittel dazu.
  • Bei Übelkeit fällt die Einnahme zum Essen oder zu einer anderen Tageszeit manchmal leichter; fragen Sie nach.

Was Sie tun können

  1. Nennen Sie bei der ersten Untersuchung alle Vitamine, pflanzlichen Mittel und Medikamente, die Sie anwenden.
  2. Versuchen Sie, mehrmals pro Woche Blattgemüse und Hülsenfrüchte zu essen.
  3. Bauen Sie in kleinen Schritten fetten Fisch und Milchprodukte in Ihren Speiseplan ein.
  4. Verknüpfen Sie die Einnahme mit einer täglichen Gewohnheit, etwa dem Zähneputzen.
  5. Wenn Sie eine Einnahme vergessen, machen Sie sich keine Vorwürfe; nehmen Sie am nächsten Tag einfach weiter.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

  • Wenn Sie nach Beginn eines Präparats ständig Übelkeit, Verstopfung oder Erbrechen haben.
  • Wenn Sie allergische Zeichen wie Juckreiz, Ausschlag oder Atemnot bemerken.
  • Wenn Sie sehr müde sind, blass aussehen oder Herzklopfen haben; ein Test auf Blutarmut kann nötig sein.
  • Wenn Sie sich vegetarisch oder vegan ernähren oder eine Operation zur Gewichtsreduktion hatten.
  • Wenn Sie früher eine Schwangerschaft mit Neuralrohrdefekt hatten oder wegen einer Erkrankung wie Epilepsie Medikamente nehmen.

Bei plötzlicher Atemnot, Schwellung im Gesicht oder Brustschmerzen rufen Sie 112 an.

Dieser Text dient der Information; welches Präparat Sie in welcher Menge einnehmen, entscheidet vorrangig der Rat Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Im Notfall wählen Sie den Notruf.

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