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Baby kommt

Was ist eine vaginale Geburt? Phasen, Dauer und was Sie erwartet

Doğum hazırlığı 4 Min. Lesezeit Aktualisiert:

Eine vaginale Geburt verläuft in drei Phasen und sieht bei jedem Menschen anders aus. Dieser Beitrag erklärt ruhig und praktisch die Phasen, den zeitlichen Ablauf und was Sie erleben können.

Bei einer vaginalen Geburt kommt Ihr Baby durch den Geburtskanal zur Welt. Jede Geburt verläuft ein wenig anders. Die Geschichten anderer können Orientierung geben, müssen aber kein Maßstab sein. Hier finden Sie den allgemeinen Überblick.

Warum beginnt die Geburt?

Was die Geburt genau auslöst, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Die Reifung des Babys, hormonelle Veränderungen und die Vorbereitung der Gebärmutter auf die Wehen spielen zusammen. Bei den meisten Menschen beginnt die Geburt von selbst zwischen der 37. und 42. Woche.

Erste Phase: Eröffnung

Dies ist die längste Phase. Der Gebärmutterhals verstreicht zunächst und öffnet sich dann auf etwa 10 Zentimeter. Man kann sie in zwei Abschnitte teilen:

  • Frühe Phase: Die Wehen sind mild und unregelmäßig und werden langsam regelmäßiger. Die meisten verbringen diese Zeit zu Hause. Spazierengehen, Duschen, ein kleiner Snack und Ruhe tun oft gut.
  • Aktive Phase: Die Wehen kommen häufiger, dauern länger und sind stärker. Der Muttermund öffnet sich schneller. Viele möchten sich nun konzentrieren, werden still oder wünschen Unterstützung.

Bei der ersten Geburt dauert diese Phase meist mehrere Stunden. Nach einer früheren Geburt ist sie häufig kürzer. Das ist eine Tendenz, keine Regel.

Zweite Phase: Die Geburt des Babys

Ist der Muttermund vollständig geöffnet, beginnt die Austreibungsphase. Sie spüren dann womöglich mit den Wehen den Drang mitzuschieben. Ihre Hebamme oder Ärztin begleitet Sie bei Position und Atmung. Seitenlage, Hocke, Vierfüßlerstand oder halbsitzende Haltung können besprochen werden.

Wenn der Kopf sichtbar wird, empfiehlt das Team oft langsames, kontrolliertes Pressen. Nach der Geburt wird das Baby meist sofort auf Ihre Brust gelegt; der Hautkontakt beruhigt Sie beide.

Dritte Phase: Die Plazenta

Nach dem Baby zieht sich die Gebärmutter weiter zusammen, und die Plazenta löst sich und wird geboren. Diese Phase ist meist kurz. Das Team beobachtet die Blutung und die Rückbildung der Gebärmutter. Manchmal wird vorgeschlagen, diese Phase medizinisch zu unterstützen; Sie dürfen nach dem Grund fragen.

Was kann unter der Geburt geschehen?

Nicht jede Geburt braucht jede Maßnahme, manche können aber je nach Bedarf zur Sprache kommen:

  • Zeitweise oder fortlaufende Überwachung der kindlichen Herztöne
  • Unterstützende Methoden gegen Schmerzen oder eine Periduralanästhesie (separater Beitrag)
  • Ein Tropf oder Methoden zur Unterstützung der Wehen, falls nötig
  • In manchen Fällen ein Dammschnitt oder die Versorgung eines Risses

Sie haben jedes Recht zu fragen, was warum vorgeschlagen wird. Wenn Sie die Gründe Ihres Teams anhören und gemeinsam entscheiden, stärkt das das Vertrauen in die Geburt.

Die ersten Stunden danach

Nach der Geburt überwacht das Team weiter Sie und Ihr Baby. Beim Hautkontakt sucht das Baby oft von selbst die Brust; auf Wunsch können Sie Hilfe beim ersten Stillen bekommen. Bei einem Riss oder Dammschnitt wird genäht. In den folgenden Tagen ist es üblich, dass die Blutung mit der Zeit nachlässt, die Gebärmutter sich krampfend zurückbildet und Sie müde sind. Geben Sie sich und Ihrem Baby Zeit.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

Wenden Sie sich ohne Verzögerung an Ihre Klinik, wenn:

  • regelmäßige, immer dichtere Wehen einsetzen (wann Sie in die Klinik fahren, lesen Sie im nächsten Beitrag)
  • die Fruchtblase platzt, besonders bei grünlicher, bräunlicher oder blutiger Flüssigkeit
  • Blutungen auftreten
  • Sie eine deutliche Abnahme der Kindsbewegungen bemerken
  • starke, anhaltende Bauchschmerzen nicht nachlassen
  • vor der 37. Woche regelmäßige Wehen beginnen

Bei Notfällen wie Ohnmacht, Atemnot oder sehr starker Blutung rufen Sie die 112 an.

Was Sie tun können

  • Packen Sie die Kliniktasche rechtzeitig; die Checkliste für die Kliniktasche in der App kann helfen.
  • Besuchen Sie einen Geburtsvorbereitungskurs oder die Klinikführung.
  • Probieren Sie Atem- und Entspannungsübungen vorab aus.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner bzw. Ihrer Begleitperson darüber, was Sie brauchen.
  • Halten Sie Ihre Wünsche in einem Geburtsplan fest, bleiben Sie aber flexibel.

Auf welchem Weg Ihr Baby auch zur Welt kommt, wichtig sind Ihre Gesundheit und die Ihres Babys. Dieser Beitrag dient der Information; für Ihre persönliche Situation ist der Rat Ihrer Ärztin und Hebamme maßgeblich.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Im Notfall wählen Sie den Notruf.

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