In der Schlussphase ab der 28. Woche bis zur Geburt nimmt Ihr Baby zu, und Sie bereiten sich auf die Geburt vor. Hier finden Sie häufige Beschwerden, Vorsorgetermine, Ideen zur Vorbereitung und Hinweise, wann Sie ärztlichen Rat suchen sollten.
Das dritte Trimester beginnt in der 28. Woche und dauert bis zur Geburt. Ihr Baby nimmt rasch zu, und während Ihr Körper müder wird, rücken Sie der Geburt näher. Vorfreude und Ungeduld zugleich zu spüren, ist in dieser Zeit sehr häufig.
Wie entwickelt sich Ihr Baby in den letzten Monaten?
- In der 28.–32. Woche öffnen und schließen sich die Augen, das Gehirn entwickelt sich weiter, und Ihr Baby reagiert auf Licht und Geräusche.
- In der 32.–36. Woche nimmt das Fettgewebe zu, Ihr Baby legt gleichmäßig an Gewicht zu; die meisten Babys drehen sich jetzt mit dem Kopf nach unten.
- Nach der 36. Woche sind Lunge und andere Organe besser auf die Geburt vorbereitet.
- Ab der 37. Woche spricht man von einem frühen Termin; der volle Termin ist in der 39.–40. Woche erreicht.
Lage und Größe Ihres Babys werden bei den Terminen beurteilt. Die Lage prüft Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder Ihre Hebamme meist um die 36. Woche.
Was passiert in Ihrem Körper?
- Atemnot und Sodbrennen: Die wachsende Gebärmutter drückt Zwerchfell und Magen nach oben. Kleine Mahlzeiten und aufrechtes Sitzen können helfen.
- Rücken-, Hüft- und Leistenschmerzen.
- Geschwollene Füße und Knöchel: Leichte Schwellungen am Abend sind häufig.
- Häufiger Harndrang und Schlafprobleme.
- Braxton-Hicks-Kontraktionen (Übungswehen): Unregelmäßiges, meist schmerzloses Zusammenziehen. Der Wehen-Timer in der App zeigt Ihnen leichter, ob sie regelmäßig werden.
- Das Baby senkt sich: Besonders bei der ersten Schwangerschaft wird das Atmen in den letzten Wochen oft leichter, dafür muss man häufiger zur Toilette.
- Gefühlsschwankungen: Neugier oder Angst vor der Geburt oder ein starker Drang zur Vorbereitung sind möglich.
Vorsorge und Untersuchungen
Nach der Leitlinie des türkischen Gesundheitsministeriums findet der 3. Vorsorgetermin zwischen der 28. und 32. Woche und der 4. zwischen der 36. und 38. Woche statt; bei Risikoschwangerschaften kann es mehr Termine geben. Dabei werden Wachstum, Blutdruck, Blutwerte und gegebenenfalls Rhesus-Vorsorge besprochen. Um die 35.–37. Woche kann ein Screening auf Streptokokken der Gruppe B (GBS) infrage kommen. Geburtsart, Geburtsanzeichen und der Zeitpunkt der Fahrt ins Krankenhaus werden nach der 36. Woche besprochen. Bei manchen Schwangerschaften empfiehlt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zusätzliche Kontrollen.
Was können Sie tun?
- Beginnen Sie Ihren Geburtsplan zu schreiben und besprechen Sie Ihre Wünsche mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme. Der Bereich Geburtsplan in der App kann Ideen liefern.
- Packen Sie Ihre Kliniktasche etwa in der 32.–36. Woche. Die Kliniktaschen-Liste in der App eignet sich als Checkliste.
- Für Geburtsvorbereitungskurs, Atem- und Entspannungsübungen sowie Beckenbodentraining ist noch Zeit.
- Planen Sie den Weg zur Klinik, die Anfahrt und wer Ihnen helfen kann.
- Beobachten Sie die Bewegungen Ihres Babys jeden Tag, um zu erfahren, was für Ihr Baby üblich ist.
- Legen Sie sich auf die Seite, lagern Sie die Beine hoch und machen Sie tagsüber kurze Pausen.
- Organisieren Sie Unterstützung für die Zeit nach der Geburt, etwa bei Essen, Wäsche und Besuch.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
- Abgang von Flüssigkeit oder der Verdacht darauf
- Vaginale Blutung
- Regelmäßige Wehen, die dichter und stärker werden; vor der 37. Woche melden Sie sich sofort
- Deutlich weniger oder gar keine Kindsbewegungen
- Plötzliche Schwellung von Gesicht und Händen, starke Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen oder Funkensehen, Schmerzen im Oberbauch
- Starker Juckreiz an Handflächen und Fußsohlen
- Fieber oder Brennen beim Wasserlassen
Im Notfall oder wenn Sie sehr besorgt sind, rufen Sie die 112 an oder gehen Sie zur nächsten medizinischen Einrichtung. Im Zweifel ist Nachfragen immer richtig.
Ein kurzer Hinweis zu den letzten Wochen
Das Warten kann anstrengend sein. Der errechnete Termin ist eine Schätzung, und die meisten Babys kommen davor oder danach. Seien Sie nachsichtig mit sich, ruhen Sie sich aus und nehmen Sie die Unterstützung Ihres Umfelds an.
Dieser Beitrag dient nur der Information; für Ihre persönliche Situation gilt der Rat Ihrer Ärztin, Ihres Arztes oder Ihrer Hebamme.
Quellen
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Im Notfall wählen Sie den Notruf.
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