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Baby kommt

NT-Messung und Ersttrimester-Test: ein Ergebnis ist Wahrscheinlichkeit, keine Diagnose

Tahlil & muayene 3 Min. Lesezeit Aktualisiert:

Die NT-Messung und der Bluttest zwischen der 11. und 14. Woche werden zusammen ausgewertet, um die Wahrscheinlichkeit bestimmter Chromosomenabweichungen zu berechnen. Hier erfahren Sie ruhig erklärt, wie der Test abläuft und wie Sie das Ergebnis lesen.

Die Wochen 11 bis 14 sind ein Wendepunkt: Ihr Baby hat nun eine erkennbare Gestalt, und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann erstmals die Wahrscheinlichkeit bestimmter Chromosomenabweichungen abschätzen. Das ist keine Prüfung, sondern ein Schritt, um Informationen zu sammeln.

Was sind NT-Messung und Ersttrimester-Test?

NT (Nackentransparenz) bezeichnet die Ultraschallmessung des schmalen, flüssigkeitsgefüllten Raums im Nacken Ihres Babys. Der Wert wird mit zwei Blutwerten (meist freies Beta-hCG und PAPP-A) kombiniert. Das nennt man Ersttrimester-Screening oder kombinierten Test. In der Leitlinie des türkischen Gesundheitsministeriums ist dieses Screening für die Wochen 11–14 vorgesehen.

Wonach wird gesucht?

Der Test berechnet die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Chromosomenabweichungen, vor allem das Down-Syndrom (Trisomie 21), aber auch Trisomie 18 und 13. Ein Computerprogramm bezieht Ihr Alter, die NT-Messung, die Blutwerte und die Länge Ihres Babys ein. Die Nackentransparenz kann außerdem Hinweise auf manche Herz- oder Strukturabweichungen geben.

Wie läuft er ab?

Der Ultraschall erfolgt meist über den Bauch, ist schmerzfrei und dauert wenige Minuten. Die Blutprobe kann am selben Tag oder einige Tage zuvor entnommen werden. Die Ergebnisse liegen Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nach einigen Tagen vor. Erschwert die Lage des Babys die Messung, werden Sie eventuell gebeten, kurz zu warten oder sich zu bewegen.

Das Ergebnis richtig lesen

Das Ergebnis wird meist als Bruch wie 1 zu 1000 angegeben und als niedrige oder erhöhte Wahrscheinlichkeit zusammengefasst.

  • Niedrige Wahrscheinlichkeit: Eine Abweichung ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit: Das heißt nicht, dass eine Abweichung vorliegt, sondern nur, dass mehr Information nötig ist. Viele Schwangerschaften mit erhöhtem Ergebnis enden mit einem gesunden Baby.

Es handelt sich um einen Screening-Test, nicht um einen Diagnosetest. Fehlalarme (falsch positiv) und trügerische Sicherheit (falsch negativ) sind möglich.

Wenn das Ergebnis erhöht ist

Sie können sich Zeit nehmen und in Ruhe mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen. Mögliche Schritte sind ein zellfreier DNA-Test (NIPT), ein ausführlicher Ultraschall oder invasive Tests wie Chorionzottenbiopsie oder Fruchtwasseruntersuchung für eine sichere Aussage. Darüber informiert Sie der verwandte Artikel. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt erklärt Ihnen auch, dass invasive Tests ein kleines Fehlgeburtsrisiko haben. Welcher Weg passt, entscheiden Sie gemeinsam; keiner ist richtig oder falsch.

Was Sie tun können

  • Überlegen Sie vor dem Test, was das Ergebnis für Sie bedeuten würde; ob Sie ihn machen, ist eine persönliche Entscheidung.
  • Bereiten Sie Ihre Fragen vor: Grenzwert, nächste Schritte, Kosten.
  • Sprechen Sie beim Warten mit Ihrem Partner oder einer Vertrauensperson.
  • Bei Zwillingen kann die Auswertung anders sein; fragen Sie nach.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

  • Bei erhöhtem Ergebnis sprechen Sie zeitnah mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt
  • Vaginale Blutung oder starke Bauchschmerzen
  • Fieber, übel riechender Ausfluss oder Flüssigkeitsabgang
  • Blutung, Fieber oder Flüssigkeitsverlust nach einem invasiven Test

In einer plötzlichen, ernsten Situation rufen Sie die 112 an. Dieser Text dient nur der Information; für Ihre persönliche Situation zählt die Empfehlung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Im Notfall wählen Sie den Notruf.

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