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Baby kommt

Untersuchungen im ersten Trimester: wofür welcher Test da ist

Tahlil & muayene 3 Min. Lesezeit Aktualisiert:

Beim ersten Termin werden meist Blutgruppe, Blutbild, Urin und Infektionsscreening untersucht. Jeder Test dient dem Schutz von Ihnen und Ihrem Baby; hier erfahren Sie in einfachen Worten, wozu sie gut sind.

Wenn Ihnen beim ersten Termin eine lange Liste von Untersuchungen genannt wird, kann das überwältigend wirken. Atmen Sie durch: Die meisten dieser Tests sind Routine, und es geht weniger darum, etwas zu suchen, als darum, früh zu erkennen, was Sie und Ihr Baby schützen kann.

Blutgruppe und Rhesusfaktor

Ihre Blutgruppe und Ihr Rhesusfaktor werden bestimmt. Sind Sie Rhesus-negativ und Ihr Partner Rhesus-positiv, können Ihr Blut und das Ihres Babys unverträglich sein. Weiß man das früh, lassen sich Kontrollen und Vorsorge planen. Bei Rhesus-negativen Schwangeren wird ein Antikörpersuchtest (indirekter Coombs-Test) gemacht; laut Leitlinie wird er bei negativem Ergebnis in der 28. Woche wiederholt. Falls nötig, plant Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine schützende Spritze.

Blutbild

Hämoglobin und Hämatokrit werden gemessen, um eine Blutarmut (Anämie) zu erkennen. Da das Blutvolumen in der Schwangerschaft steigt, steigt auch der Eisenbedarf. Sind Ihre Werte niedrig, schlägt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt einen passenden Plan vor. Das Blutbild wird bei späteren Terminen wiederholt.

Urinuntersuchung

Der Urin wird auf Bakterien und Eiweiß untersucht. Manche Harnwegsinfekte verursachen keine Beschwerden, sollten in der Schwangerschaft aber behandelt werden. Auf Wunsch der Ärztin oder des Arztes kann früh auch eine Urinkultur angelegt werden. Die Eiweißkontrolle hilft, in späteren Wochen blutdruckbedingte Probleme zu erkennen.

Infektionsscreening

Infektionen, die von der Mutter auf das Baby übergehen können, etwa Hepatitis B (HBsAg), HIV und Syphilis, werden per Bluttest untersucht; außerdem wird die Immunität gegen Röteln geprüft. Ein negatives Ergebnis ist bei Weitem am häufigsten. Wird eine Infektion früh entdeckt, lassen sich oft wirksame Maßnahmen zum Schutz des Babys treffen, und genau das ist der Zweck. Die genaue Testliste kann je nach Einrichtung und Arzt etwas abweichen.

Schilddrüse und Urinkultur

Der Schilddrüsenwert (TSH) und eine Urinkultur gehören laut Leitlinie des Ministeriums zu den Untersuchungen beim ersten Termin, in der Praxis kann das aber je nach Einrichtung und Arzt abweichen. Besonders bei Schilddrüsenvorgeschichte, Beschwerden oder einem anderen Risikofaktor werden sie veranlasst. Wurden sie bei Ihnen nicht angeordnet, können Sie einfach nach dem Grund fragen.

Ergebnisse richtig einordnen

Auf Laborbögen stehen Referenzbereiche, doch manche Werte verhalten sich in der Schwangerschaft anders als sonst. Deshalb ist es besser, die Ergebnisse gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu besprechen, als sie allein zu deuten. Ein einzelner Wert außerhalb des Bereichs führt oft nur zu einer Kontrolle und ist kein endgültiges Urteil.

Was Sie tun können

  • Fragen Sie, ob Sie für die Blutabnahme nüchtern sein müssen; nicht jeder Test verlangt das.
  • Bewahren Sie Ihre Befunde auf und bringen Sie sie zu späteren Terminen mit.
  • Fragen Sie nach, wenn Sie einen Begriff nicht verstehen.
  • Zeigen Sie frühere Unterlagen zu Blutgruppe, Impfungen oder Erkrankungen, falls vorhanden.
  • Versuchen Sie, beim Warten nicht das Schlimmste zu erwarten; die meisten Ergebnisse sind unauffällig.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

Warten Sie die Ergebnisse nicht ab, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • Fieber, Schüttelfrost oder Brennen beim Wasserlassen
  • Vaginale Blutung oder starke Bauchschmerzen
  • Ausgeprägte Müdigkeit, Herzrasen, Atemnot oder Schwindel
  • Gelbfärbung von Haut oder Augen
  • Hautausschlag oder Kontakt zu jemandem mit möglichen Röteln

In einer ernsten Situation rufen Sie die 112 an. Dieser Text dient nur der Information; welche Untersuchungen für Sie sinnvoll sind, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Im Notfall wählen Sie den Notruf.

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