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Baby kommt

Stillprobleme und was hilft: wunde Brustwarzen, wenig Milch und Brustentzündung

Doğum sonrası & emzirme 4 Min. Lesezeit Aktualisiert:

Schmerzen, Sorgen und Schwierigkeiten beim Stillen sind häufig, und die meisten lassen sich lösen. Hier finden Sie ruhige, praktische Schritte bei wunden Brustwarzen, Sorge um zu wenig Milch, Milchstau und Brustentzündung sowie Wege zu Unterstützung.

Wenn das Stillen schwerfällt, heißt das nicht, dass Sie etwas falsch machen. Viele haben in den ersten Wochen Schmerzen, Sorgen oder sind erschöpft. Die gute Nachricht: Die meisten Probleme lassen sich mit der richtigen Unterstützung lösen. Ob Sie aufhören oder weitermachen, entscheiden Sie, und beides verdient Respekt.

Wunde und schmerzende Brustwarzen

Etwas Empfindlichkeit in den ersten Tagen ist häufig. Starke Schmerzen während der ganzen Mahlzeit, Risse oder Blutungen weisen aber meist darauf hin, dass das Anlegen überprüft werden sollte.

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Baby den Mund weit öffnet und einen großen Teil des Warzenhofs fasst.
  • Ziehen Sie Ihr Baby nicht von der Brust; lösen Sie den Sog zuerst mit einem sauberen Finger.
  • Viele empfinden es als wohltuend, nach dem Stillen einige Tropfen Milch auf der Brustwarze an der Luft trocknen zu lassen.
  • Ein Wechsel der Stillposition verändert die Druckstelle.
  • Lässt der Schmerz nach einigen Tagen nicht nach, bitten Sie eine Hebamme oder Stillberaterin, das Anlegen anzusehen. Manchmal beeinflusst auch ein verkürztes Zungenbändchen das Anlegen; das kann nur ein Arzt beurteilen.

Sorge um zu wenig Milch

Viele machen sich Sorgen, nicht genug Milch zu haben, und meist steckt kein echter Mangel dahinter. Häufiges Trinken, eine unruhige Abendphase oder eine weich wirkende Brust bedeuten nicht, dass die Milch nicht reicht.

Zeichen, dass Ihr Baby genug bekommt: ausreichend nasse Windeln, regelmäßiger Stuhl, Wachheit in den Wachphasen und eine passende Gewichtszunahme bei den Kontrollen.

  • Am wirksamsten steigern Sie die Milchmenge durch häufiges, effektives Stillen.
  • Bei Bedarf unterstützt Abpumpen oder Ausstreichen nach dem Stillen die Produktion.
  • Ruhe, Trinken und regelmäßiges Essen helfen.
  • Wenn Sie sich um die Gewichtszunahme sorgen, beginnen Sie nicht auf eigene Faust mit Zufütterung; sprechen Sie zuerst mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt.

Milchstau und verstopfte Milchgänge

Beim Milcheinschuss oder bei längeren Stillpausen können die Brüste hart und schmerzhaft werden. Das nennt man Milchstau.

  • Stillen Sie weiter häufig und in bequemer Haltung.
  • Wärme vor und Kühle nach dem Stillen kann lindern.
  • Unterstützen Sie die Brust mit sanfter Massage zur Brustwarze hin; drücken Sie nicht fest.
  • Streichen Sie nur so viel Milch aus, dass es angenehm wird; vollständiges Leeren kann die Produktion anregen.

Mastitis: Brustentzündung

Löst sich der Milchstau nicht, kann sich das Brustgewebe entzünden. Mögliche Zeichen sind ein gerötetes, warmes, schmerzhaftes Areal, Schüttelfrost und Fieber.

  • Suchen Sie ärztlichen Rat; manchmal ist eine Behandlung nötig.
  • Weiterstillen oder Abpumpen wird meist empfohlen; besprechen Sie Einzelheiten mit Ihrem Arzt.
  • Ruhe und Flüssigkeit fördern die Erholung.

Was Sie tun können

  • Suchen Sie schon vor der Geburt die Kontaktdaten einer Stillberaterin oder einer Stillgruppe heraus.
  • Beziehen Sie Ihren Partner in das Thema Stillen mit ein.
  • Machen Sie sich nach einem schweren Tag keine Vorwürfe; die nächste Mahlzeit ist eine neue Chance.
  • Stillzeiten und nasse Windeln können Sie in einem Heft oder auf Ihrem Handy notieren und zum Termin mitnehmen.

Abpumpen und Aufbewahren

Manchmal ist Abpumpen sinnvoll: bei Rückkehr zur Arbeit, Trennung vom Baby oder zur Linderung eines Milchstaus. Sie können von Hand oder mit einer Pumpe abpumpen, je nachdem, was sich für Sie leichter anfühlt. Halten Sie Hände und Zubehör sauber. Wie lange Milch bei Raumtemperatur, im Kühlschrank und im Gefrierfach haltbar ist, prüfen Sie bitte in einer aktuellen Gesundheitsquelle und klären die Zeiten mit Ihrer Ärztin oder Hebamme. Dass es anfangs schwerfällt, ist häufig; wenig Milch bei den ersten Versuchen ist normal.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

  • Gerötetes, warmes, hartes und schmerzhaftes Areal an der Brust oder Fieber über 38 °C
  • Tiefe Risse, Blutungen oder Schmerzen, die nicht nachlassen
  • Ein harter Knoten in der Brust, der nach einigen Tagen nicht kleiner wird
  • Wenige nasse Windeln, schlechte Gewichtszunahme oder extreme Schläfrigkeit beim Baby
  • Blutiger oder eitriger Ausfluss aus der Brustwarze
  • Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, die in der Stillzeit zunehmen

Bei sehr hohem Fieber, Schüttelfrost, Ohnmacht oder Atemnot wählen Sie den Notruf 112.

Dieser Artikel dient der Information; maßgeblich ist der Rat Ihrer Ärztin, Ihres Arztes und Ihrer Hebamme für Ihre persönliche Situation.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Im Notfall wählen Sie den Notruf.

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