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Baby kommt

Partner im Kreißsaal: Ihre Rolle und gute Vorbereitung

Partner & aile 4 Min. Lesezeit Aktualisiert:

Die Rolle des Partners im Kreißsaal ist nicht für alle gleich; wichtig sind ein Gespräch im Voraus und gute Vorbereitung. Hier finden Sie praktische Aufgaben und Vorbereitungsschritte.

Eine Geburt ist Teamarbeit, und der Partner kann das warme, vertraute Gesicht dieses Teams sein. Nicht jeder möchte oder kann im Kreißsaal dabei sein, und das ist völlig in Ordnung. Wichtig ist, vorher darüber zu sprechen, wie sich jeder fühlt und was man erwartet.

Erst sprechen: Wer, wie, wie lange?

Wer bei der Geburt dabei ist, entscheidet die schwangere Person. Das kann der Partner, eine nahestehende Person, eine Doula oder nur das Team sein. Es beruhigt, das nicht erst in den letzten Wochen zu klären.

  • Sagen Sie offen, was Sie sich wünschen und was für Sie schwierig sein könnte.
  • Fällt Ihnen der Anblick von Blut, Nadeln oder Schmerz schwer, sagen Sie es. Unterstützung geht auch auf andere Weise.
  • Klinikregeln, etwa zur Zahl der Begleitpersonen oder zum Zutritt in den OP, können abweichen. Erkundigen Sie sich in Ihrer Wunschklinik.

Aufgaben, die Sie im Kreißsaal übernehmen können

Jede Geburt ist anders, aber Partner übernehmen häufig einige bekannte Aufgaben.

  • Sprachrohr: Stehen die Wünsche im Geburtsplan, können Sie sie ruhig dem Team vermitteln.
  • Körperliche Unterstützung: Rücken- oder Hüftmassage, Hilfe beim Positionswechsel, Wasser reichen, die Stirn abtupfen.
  • Seelischer Beistand: Eine ruhige Stimme, Blickkontakt und Sätze wie „Du machst das gut“. Da zu sein hilft meist mehr als viel zu reden.
  • Begleitung bei Atmung und Entspannung: Die im Kurs geübte Atmung gemeinsam machen.
  • Organisation: Taschen, Unterlagen, Familie informieren. Das nimmt der schwangeren Person eine Last ab.
  • Wehen mitverfolgen: Mit dem Wehen-Timer in der App können Sie die Abstände notieren.

Vorbereitungsschritte

Ab etwa der 34. Woche sollten Tasche, Unterlagen und Fahrtplan bereit sein. Die Liste ist ein Anfang.

  1. Prüfen Sie die Kliniktasche gemeinsam (die Kliniktaschen-Liste in der App kann helfen).
  2. Halten Sie Ausweis, Mutterpass und nötige Unterlagen an einem Ort bereit.
  3. Kennen Sie den kürzesten Weg zur Klinik und eine Alternative; denken Sie an Tankfüllung, Handyakku und Parken.
  4. Lesen Sie den Geburtsplan gemeinsam und passen Sie ihn bei Bedarf an.
  5. Halten Sie eine schriftliche Liste der Personen und Nummern bereit.
  6. Probieren Sie vorab einige Massage-, Atem- und Positionsideen aus.

Wenn es anders kommt als geplant

Geburten verlaufen nicht immer nach Plan. Manchmal dauert es länger oder es braucht einen Eingriff oder einen Kaiserschnitt. Das heißt nicht, dass die Vorbereitung umsonst war. Flexibel zu bleiben, Fragen zu stellen und die Worte des Teams verständlich weiterzugeben, hilft sehr. Egal wie das Kind zur Welt kommt, jeder Weg verdient Respekt.

Ihre eigenen Bedürfnisse

Bei einer langen Geburt ist man schnell hungrig, durstig und müde. Nehmen Sie Snacks und Wasser mit und machen Sie kurze Pausen nach Absprache mit dem Team. Starke Gefühle sind normal; sprechen Sie danach mit einer vertrauten Person darüber.

Die ersten Stunden nach der Geburt

Die ersten Stunden nach der Geburt können zugleich freudig und anstrengend sein. Wenn es gesundheitlich passt, ist es sehr wertvoll, beim Hautkontakt und dem ersten Anlegen eine ruhige, unterstützende Präsenz zu sein. Fotos und Nachrichten an Verwandte können noch ein wenig warten. Stellen Sie Ruhe und Trinken der gebärenden Person und die Bedürfnisse des Babys an die erste Stelle. Bittet das Team Sie um etwas, etwa das Baby zu halten oder Formulare zu unterschreiben, helfen Sie in Ruhe. Fragen während des Klinikaufenthalts aufzuschreiben und vor der Heimreise nach Babypflege und Stillunterstützung zu fragen, ist ebenfalls eine gute Vorbereitung.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

Vor und während der Geburt fahren Sie bei einem der folgenden Zeichen ohne Verzögerung in die Klinik oder informieren das Team; in einer Notlage rufen Sie den Notruf 112.

  • Regelmäßige, immer häufigere und stärkere Wehen (in dem Abstand, den Ihr Arzt empfohlen hat)
  • Fruchtwasserabgang (klar, geruchlos oder gefärbt)
  • Vaginale Blutung
  • Deutlich weniger Kindsbewegungen
  • Starke, anhaltende Bauch- oder Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen
  • Fieber, Schüttelfrost oder Ohnmachtsgefühl

Dieser Beitrag dient der Information; für Ihre persönliche Situation ist der Rat Ihrer Ärztin, Ihres Arztes oder Ihrer Hebamme maßgeblich.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Im Notfall wählen Sie den Notruf.

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